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Ausstellungsprojekt Simonetti-Haus Coswig-Anhalt

im Rahmen des FLAKUPA-Festivals 2026 in Fläming

Vernissage 13.9.26 13:00 Uhr
Finissage 11.10.26 15:00 Uhr

Im Wandel

Wir leben in Zeiten des globalen Wandels: alte Struktur zerbrechen um Platz für Neues zu schaffen, die Kommunikation geht blitzschnell vor sich, die globale Vernetzung eröffnet multidimensionale Kommunikationskanäle; der Arbeitsmarkt befindet sich im rasanten Umbruch. Die Welt verändert sich in atemberaubender Geschwindigkeit, Kulturen verschmelzen, Menschen bewegen sich durch den Globus, das Klima befindet sich im Wandel -dabei bleibt die menschliche Perspektive nicht unberührt.

Wassily Kandinsky verfasste zu seiner Zeit – um Jahr 1912 herum, Ideen, die eine kritische Betrachtung der Kunst und ihrer Aufgabe im Gesellschaftlichen ermöglichten, welche in vielerlei Hinsicht noch aktuell sind:

Wenn die Religion, Wissenschaft und Moral … gerüttelt werden, und wenn die äußeren Stützen zu fallen drohen, wendet der Mensch seinen Blick von der Äußerlichkeit ab und sich selbst zu.

Die Literatur, Musik und Kunst sind die ersten empfindlichsten Gebiete, wo sich diese geistige Wendung bemerkbar macht in realer Form. Diese Gebiete spiegeln das düstere Bild der Gegenwart sofort ab, sie erraten das Große, was erst als ein kleines Pünktchen nur von wenigen bemerkt wird.

So stellen sich allmählich verschiedene Künste auf den Weg, das zu sagen, was sie am besten sagen können, und durch die Mittel, die jede von ihnen ausschließlich besitzt. Und trotz oder dank dieser Absonderung, nie standen in den letzten Zeiten die Künste, als solche, einander näher als in dieser letzten Stunde der geistigen Wendung.

In allem Erwähnten sind die Keime des Strebens zum Nichtnaturellen, Abstrakten und zu innerer Natur. Bewusst oder unbewusst gehorchen sie dem Worte Sokrates: „Erkenne dich selbst!“ Bewusst oder unbewusst wenden sich allmählich die Künstler hauptsächlich zu ihrem Material, prüfen dasselbe, legen auf die geistige Waage den inneren Wert der Elemente, aus welchen zu schaffen ihre Kunst geeignet ist.

In erster Linie soll dann der Künstler die Lage zu ändern versuchen, dadurch, dass er seine Pflicht der Kunst und also auch sich gegenüber anerkennt und sich nicht als Herr der Lage betrachtet, sondern als Diener höherer Zwecke, dessen Pflichten präzis, groß und heilig sind. Er muss sich erziehen und vertiefen in die eigene Seele, diese eigene vorerst pflegen und entwickeln, damit sein äußeres Talent etwas zu bekleiden hat und nicht, wie der verlorene Handschuh von einer unbekannten Hand, ein leerer zweckloser Schein einer Hand ist.

Der Künstler muss etwas zu sagen haben, da nicht die Beherrschung der Form seine Aufgabe ist, sondern das Anpassen dieser Form dem Inhalt.

W. Kandinsky Über das Geistige in der Kunst

 

Ausstellung im Simonetti-Haus Coswig-Anhalt

Im Rahmen des diesjährigen FlAKuPa Festivals 2026 organisiert Kunst-am-Werk Künstlerinnen-Initiative in Kooperation mit Simonetti-Haus die Ausstellung Im Wandel

In der Ausstellung werden fünf künstlerische Positionen aus den Sparten Malerei, Grafik, Skulptur und Video-Soundinstallation präsentiert, die einen Bezug zum angegebenen Thema aufweisen.

Die Ausstellung

Die Künstlerinnen-Initiative Kunst-am-Werk gemeinsam mit dem Simonetti-Haus Coswig-Anhalt lädt Künstlerinnen und Künstler dazu ein, sich mit dem Thema Im Wandel auseinanderzusetzen.

Gesucht werden künstlerische Arbeiten, die Wandel in seinen unterschiedlichsten Facetten sichtbar machen – persönlich oder gesellschaftlich, politisch oder ökologisch, leise oder kraftvoll, gegenständlich oder abstrakt.
Für die Ausstellung werden fünf künstlerische Positionen ausgewählt.

Zugelassen sind Arbeiten aus den Bereichen
    Malerei 
    Grafik    
    Skulptur 
    Objektkunst 
    Video 
    Soundinstallation 


Teilnahmebedingungen

Pro Künstler*in können bis zu vier Arbeiten eingereicht werden. 
Die Werke müssen innerhalb der vergangenen drei Jahre entstanden sein. 
Maximale Formate
Bilder
    maximal 100 × 130 cm 
Skulpturen und Objekte
    maximal 70 × 70 × 60 cm 

Organisatorisches

Die Initiative Kunst-am-Werk arbeitet vollständig ehrenamtlich.

Aus diesem Grund können leider keine Künstlerhonorare oder Aufwandsentschädigungen gezahlt werden.
Während der Öffnungszeiten wird die Ausstellung betreut. Eine Versicherung der ausgestellten Werke besteht jedoch nicht.
Transport sowie Anlieferung und Abholung der Arbeiten erfolgen auf eigene Verantwortung und Kosten der Künstlerinnen und Künstler.

Bewerbungsfrist

21. August 2026, 20:00 Uhr

Einsendung mit:
    Künstlerischer Lebenslauf (CV)
    Abbildungen der einzureichenden Arbeiten
    Kurzstatement zum eigenen künstlerischen Schaffen
    Statement zum Ausstellungsthema Im Wandel

Die Anmeldung erfolgt über das Bewerbungsformular auf
Antragsformular

Terminübersicht

Bewerbungsfrist: 21.8.26 bis 20:00 Uhr
Teilnehmer-innen Auswahl: bis 29.8.26
Mitteilung der Zu- und Absagen: 31.8.26
Abgabe der Werke: 5.9.26 von 10:00 bis 14:00 Uhr
Abholung der Werke 17.10.26 von 10:00 bis 13:00 Uhr

Es wird ein digitaler Katalog der Ausstellung erstellt.