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Programm-Kunstwanderung-Vogelarten

Das Flüchtige und das Vergängliche in der Partitur und der Land-Art

Der Workshop schlägt zwei parallele Wege vor, um die in der Natur erlebten Erfahrungen festzuhalten:

Der erste ist das Kunstbuch, das nicht als Beobachtungstagebuch, sondern als persönliche Partitur verstanden wird: Jede teilnehmende Person entwickelt im Laufe der zwei Tage ihre eigene visuelle Sprache, um das Beobachtete, Gehörte, Gefühlte und Vorgestellte während der Wanderung festzuhalten.

Der zweite Weg ist die Skulptur als flüchtiger Akt der Land-Art: eine Vogelgestalt aus gesammelten Materialien — Äste, Blätter, Rinde — die alles Beobachtete und Erlebte in eine dreidimensionale Form überträgt.

Beide Praktiken gehen von einer gemeinsamen Frage aus, die den gesamten Workshop durchzieht:

 Wie notiert man eine Erfahrung, die sich nicht wiederholen lässt?

 Das Kunstbuch und die Skulptur sind zwei mögliche Antworten auf diese Frage — eine auf Papier, die andere aus Materialien des Waldes — und bilden gemeinsam das Ergebnis eines erkundenden Prozesses hin zum abschließenden Werk.
 

Tag 1

Einführung — Treffpunkt

Der erste Tag beginnt mit einer Einführung in die Wahrnehmungsübungen und den Hinweisen zur Wanderung.

09.00 Uhr Ankunft der Teilnehmenden und Begrüßung.

09.15 Uhr Vorstellungsrunde, Einführung in den Workshop und Erläuterung der geplanten Aktivitäten. Abfragen besonderer Bedürfnisse. Gespräch über das Flüchtige und Vergängliche in der Partitur und der Land-Art.

09.30 Uhr

Übung 1: Kunstbuch — Die persönliche Partitur

10.30 Uhr Aufbruch zum Startpunkt der Wanderung.

10.45 Uhr Ankunft am Startpunkt. Der Wanderweg erstreckt sich über (Örtlichkeit noch festzulegen) im Fläming. Kurze Erläuterung zum Ort.

11.00 Uhr

Übung 2: Chor — Klangpartitur des Territoriums

11.30 Uhr Wanderung

Die Gruppe wandert achtsam und beobachtet, hört und erkundet die Präsenz verschiedener Vogelarten entlang des Weges. Die Beobachtungen, das Gehörte und die inneren Empfindungen während der Wanderung werden im Kunstbuch festgehalten — durch Texte, Zeichnungen, Partituren oder Skizzen.

12.15 Uhr Ankunft am Zielort für den Land-Art-Eingriff.

12.30 Uhr Picknick-Mittagessen.

13.00 Uhr Erkundung des Ortes und Einschätzung der örtlichen Gegebenheiten. Ein Teil des Materials wird bereits vor Ort bereitliegen. Die Teilnehmenden sammeln Naturmaterialien nach eigenem Interesse und beginnen mit der Grundstruktur ihrer Figur.

15.00 Uhr Abschluss des ersten Tages und Rückweg.

16.00 Uhr Ankunft am Ausgangspunkt.

 

Tag 2

Einführung — Zielort

Beginn des zweiten Tages mit einem kurzen Wiedersehen und der Erinnerung an die Leitfrage des Workshops: Wie notiert man eine Erfahrung, die sich nicht wiederholen lässt? Die Teilnehmenden schauen kurz in ihre Kunstbücher vom Vortag, bevor die Wanderung beginnt.

09.00 Uhr Treffen am Ausgangspunkt.

09.10 Uhr 
Übung 3: Sammelbeutel

10.10 Uhr Gemeinsame Wanderung zum Zielort. Unterwegs sammeln die Teilnehmenden Materialien für ihre Werke.

10.55 Uhr Ankunft am Ort.

11.00 Uhr

Übung 4: Terristories — Das Territorium als Praxis

Diese Übung geht vom Konzept Vinciane Desprets aus: Das Territorium ist kein Besitz, sondern eine Praxis des Bewohnens — etwas, das man tut, nicht etwas, das man hat. Vögel verteidigen keinen Raum; sie singen eine mögliche Welt.

Übergang: Die kollektive Bodenpartitur wird zum Raum, in dem die Vogelgestalten aufgebaut und platziert werden. Das Land-Art-Werk entsteht unmittelbar aus diesem ausgehandelten Territorium.

11.45 Uhr Fortsetzung der Konstruktion der Vogelgestalten mit den gesammelten Materialien.

12.30 Uhr Mittagessen.

13.00 Uhr Weiterarbeit

14.00 Uhr Platzierung der Kunstwerke innerhalb der kollektiven Bodenpartitur.

14.15 Uhr Reflexion und Dokumentation des Prozesses im persönlichen Kunstheft. Gruppengespräch im Plenum, Meinungsaustausch und abschließende Reflexion.

14.45 Uhr Fotodokumentation.

15.00 Uhr Abschluss des zweiten Tages und Rückweg.

16.00 Uhr Ankunft am Ausgangspunkt und Brindis.